RollstuhlfahrerinImmer öfter suchen Menschen mit einer Behinderung Wege, ihre Träume und Erwartungen an das Leben zu erfüllen. Fernab gutgemeinter Ratschläge von ihren Angehörigen und Therapeuten beginnen sie, sich schulisch oder beruflich weiterzuqualifizieren, entdecken für sich neue Betätigungsgebiete und suchen erfüllte Partnerschaften. Dies geschieht oft erst Jahre nachdem sie ihre Pubertät überwunden haben oder der Eintritt eines Handicaps schon weit zurückliegt.
Zwei Beispiele mögen genügen, um das oben geschriebene besser zu belegen: Da ist eine begeisterte Sportschwimmerin, die als Kind an Polio erkrankte und nun mit 20 Jahren viele international Schwimmwettbewerbe gewonnen hat. Oder die Studentin im Rollstuhl, die ihre Eltern und Freunde verließ, um in einem fernen Land ihr Studium aufzunehmen. In ihrem eigenen Land gab es für sie keine Möglichkeiten dazu. Technische Schwierigkeiten und die negative Einstellung vieler Menschen mit einer Behinderung in ihrem Land, ließ sie die Mühen und Trauer über den Verlust ihrer gewohnten Umgebung vergessen.
Glasauge, Vorder- und Rückseite Die Spezialisten, die die Herstellung einer Augenprothese beherrschen, haben eine lange Lehrzeit von sechs bis 7 Jahren hinter sich gebracht, die großes künstlerisches Talent und manuelle Fertigkeiten voraussetzt. Sie werden Augenkünstler, Kunstaugenhersteller, Augenprothetiker oder Okularisten genannt und nehmen in regelmäßigen Abständen an Fortbildungen teil. In Deutschland werden seit über 150 Jahren Augenprothesen in reiner Handarbeit angefertigt. Das erste deutsche Glasauge wurde 1835 in Lauscha hergestellt.
Das Auge wird farblich und im Detail nach dem noch gesunden Auge angefertigt, so dass man im doppelten Sinne von einem Kunst-Auge sprechen kann. Jedes noch so winzige Detail der Iris, die Färbung des Augenkörpers (Glaskörper) sowie die bei jedem Menschen individuelle Art der roten Äderchen der Bindehaut, werden mittels erhitzter Glasfadenstäbchen im künstlichen Auge nachempfunden.
Orthesen sind Schienen für den menschlichen Körper. Orthesen können zahlreiche unterstützende Aufgaben erfüllen. Orthesen werden meist an einem Gipsmodell des Körperteils gefertigt, für die sie bestimmt sind. Dabei dient der Abdruck vom Körper als Negativ und das daraus entstehende Modell als Positiv. Unberücksichtigt von der Darstellung bleiben hier Orthesen für Sportler nach Operationen und zur Heilung von Brüchen. Lähmungsorthesen, Entlastungsorthesen und Rumpforthesen werden häufig von Menschen mit Körperbehinderungen getragen. Zu Orthesen gehören außerdem Mieder, Leibbinden, Bandagen und Einlagen.
Die aus Carbon, Plastik, Leder, Titan und Orthopädiestahl gefertigten Heil-und Hilfsmittel bedeuten für den Benutzer sowohl eine Belastung als aber auch Unterstützung. Immerhin handelt es sich um einen Fremdkörper, dessen Wirkung auf den oder die Trägerin auch von der eigenen Tagesform abhängig ist. Die Herstellung der Orthesen ist in Deutschland besonders teuer. Die Herstellung der Orthese wird auch heute noch zum größten Teil in Handarbeit geleistet. Daher erklärt sich der hohe Preis. Je nach Größe kommen auf den Versicherten Kosten zwischen 300 und 6000 Euro zu. Nach ihrer Fertigstellung landen immer noch zu viele Heil-und Hilfsmittel auf dem Dachboden oder im Keller des Benutzers. Dieser Mißstand ist allen Beteiligten am Gesundheitswesen anzulasten. Die Qualität und somit die Benutzbarkeit der Orthese ist abhängig von der Mitwirkung des späteren Benutzers, der fachlichen Qualifikation und noch mehr der Erfahrung des Orthopädietechnikers.
Ein Paar Physiologische Gehhilfen
Physiologische Gehhilfen, A
Farbe: blau
Deutschland, 1998
Die Orthopoint Lehrsammlung besteht aus Hilfsmitteln, die Benutzer der Orthopoint Website uns überlassen haben. Wenn auch Sie Ihre nicht mehr benötigten Hilfsmittel hier sehen möchten, lesen Sie bitte folgende Informationen.