Behinderung in der Kunst (ein Projekt von Wolfgang Watzl)

Behinderung in der modernen Kunst

Das Projekt "Ich bin schön"

Der österreichische Fotograf Wolfgang Watzl bricht ein gesellschaftliches Tabu.

Seine Bilder zum Thema Erotik und Handicap stellen Menschen auf einem hohen künstlerischen und ästhetischen Niveau dar.

Das Projekt "Ich bin schön"

Das Projekt behandelt die künstlerische, ästhetische Darstellung körperbehinderter Menschen in Bildern, Plastiken und Fotos. Die Kunstwerke sollen das Tabu Invalidität & Erotik brechen und die bisherige konventionelle und klischeebelastete Sichtweise in der Öffentlichkeit zu diesem Thema korrigieren bzw die festsitzende mentale Blockade in den Köpfen der Menschen zumindest nachhaltig in Frage zu stellen.

Die Bilder werden zeigen, daß Attraktivität nicht eine Frage nur des physichen Ebenmaßes (Topmodel-Diktatur) ist, sondern vor allem der persönlichen Ausstrahlung Das Grundthema unserer Fotoarbeiten, Bilder und Plastiken ist die von äußeren Blessuren unzerstörbare menschliche Schönheit, deren Kraft auf der inneren Persönlichkeit beruht.Wichtiger Hinweis: Das Projekt ist absolut seriös und schließt eine “Devotee-Richtung" grundsätzlich aus.

Die Idee

...Das Konzept zu diesem Projekt entstand während einer ausführlichen Fotoarbeit in einem Orthopädiestudie mit Sonja G., seit wenigen Jahren selbst oberschenkelamputiert. Einer jungen Frau, die selbstbewußt zu sich selbst steht und ihre beruflichen wie privaten Lebensziele erfolgreich weiter verfolgt. In diesem Gespräch fielen auch zum ersten Mal die Begriffe “Weiblichkeit, Partnerschaft, Erotik" und die Frage: “Wo stehe ich als Frau?"

...Die Künstlerin Matuschka, brach engagiert ein Tabu. Sie war die erste, die als brustamputierte Frau am Titelblatt der “New York Times" 1993 für Aufsehen sorgte. Ihr Credo an alle Frauen: “Versteckt euch nicht!"

… In der Zwischenzeit haben mutige Frauen wie Aimee Mullins (USA) oder Heather Mills (GB) trotz Beinamputationen eine erfolgreiche Karriere als Fotomodel begonnen. Beide kämpfen in Vorträgen, im Internet etc. für eine neue Sinnfindung invalider Menschen. Zitat: “Solange das Herz schlägt, ist an Resignation nicht zu denken."

Ziel

...Neben den bereits vorhandenen Maßnahmen, welche die Rekonstruktion körperlicher Mobilität (zB. Sport) in den Vordergrund stellen, dient dieses Projekt als Hilfestellung invalider Menschen auf der Suche nach ihrer körperlichen Identität.

...“Ich bin schön" soll das Selbstwertgefühl vermitteln, sich mit seinem “einzigen" Körper auseinanderzusetzen und sich mit ihm, in ihm attraktiv und anziehend zu fühlen.

...Gleichzeitig wollen wir auch Nichtbehinderten sichtbar machen, daß es an der Zeit ist, uns von der eng abgezirkelten, plakativen Norm eines willkürlich geschaffenen synthetischen Schönheitsideales und seinen damit verbundenen künstlich hochgestylten Werten zu emanzipieren.

Wolfgang Watzl

Biographie von Katarina Sweda und Wolfgang Watzl

Katarina F. Sweda

Geb.1963 in Kosice, Slovakei
Ausbildung zur Hochbau-Ingenieurin
Lebt und arbeitet seit 1989 in Österreich
Medien: Malerei und Plastik

Ausstellungen im In- und Ausland,
Leiterin von Portrait- und Aktmalkursen.

Wolfgang Watzl

Geb. 1957
in Leoben (Steiermark, Österreich)
1989 Ausbildung zum Fotograf
seit 1993 freier internationaler Bild/Textjournalist
(Werbe- und Reportagebranche)

Bild- und Textpublikationen (Reise/Tourismus, wissenschaftliche Themen) in mehreren Büchern, Magazinen und Zeitschriften im deutschsprachigen Raum.

Mitglied in internationalen Bildagenturen.



Die Veröffentlichung erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Katarina F. Sweda und Wolfgang Watzl.

© Copyright Katarina F. Sweda und Wolfgang Watzl