Von Albrecht Marignoni
Hände und Finger sind Maschinen überlegen. Das Schulter-und Armgelenk unterstützt die Bewegung der Hand. Periphere Nerven steuern die Muskeln und übertragen Empfindungen für Wärme und Kälte.
Der Ursprung aller Nerven, die den Arm und die Hand versorgen, liegt im Rückenmark. Dort bilden sie aus den Wurzeln zwischen C5-Th1 den Plexus brachialis, der sich in drei Stränge differenziert und aus dem die Nerven für die Steuerung und Empfindung ausgehen.
Durch eine Verletzung können sowohl der Plexus brachialis als aber auch die aus ihm hervorgehenden Stränge beschädigt werden. Schädigungen des Plexus brachialis werden von Medizinern als:
a) Totale Plexuslähmung (vollständige Lähmung der Arm-und Handmuskulatur mit wechselnder Gefühlswahrnehmung)
b) Obere Erbsche Plexuslähmung (Lähmung im Ober-und Unterarm, bewegliche Finger und Hand, Gefühl vorhanden)
c) Untere Plexuslähmung, Klumpkesche Lähmung (Schlaffe Lähmung der Hand und Finger)
d) Totale Plexuslähmungen, die durch die Beschädigung der Wurzeln aus dem Rückenmark hervorgerufen werden, können durch aufwendige Operationen eingedämmt werden.
Obere Plexuslähmungen entstehen oft während der Geburt und kann mit Elektrotherapie behandelt werden. Durch versteifende Operationen am Schultergelenk kann die Funktionsfähigkeit des Armes verbessert werden.
Bei der unteren Plexuslähmung bzw. Klumpkesche Lähmung kann ebenfalls Elektrotherapie und Krankengymnastik zu einer Verbesserung der Greiffunktion führen. Operative Eingriffe haben sich allerdings als weniger erfolgreich erwiesen.
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