Das Boston-Korsett wurde in den 70er Jahren in den USA entwickelt. Es beruht auf dem Prinzip der teilaktiven Korrektur. Teilaktiv bedeutet, daß in das Korsett Erhöhungen eingearbeitet werden, die ein "Ausweichen" zur Gegenseite erreichen sollen. Das "Ausweichen" bewirkt ein "Herausdrehen" aus der Skoliose. Ähnlich dem Milwaukee-Korsett wird auch beim Boston Korsett das Becken aufgerichtet. Auch beim Boston-Korsett kann gegen thorakale Skoliosen ein Halsring angebracht werden. Das Boston-Korsett wird zur konservativen Skoliosebehandlung benutzt.
Das Boston-Korsett wir aus Polypropylen nach einem Gipsabdruck gefertigt. Zu Beginn der Tragezeit können Druckstellen auf der Haut entstehen. Das Boston-Korsett kann gegen folgende Skolioseformen wirksam sein:
a) thorako-lumbalen
b) niedrige thorakale
c) thorakale Skoliosen
Während der Behandlung mit dem Boston-Korsett können fast alle Sportarten ausgeführt werden (mit Ausnahme der Laufsportarten). Die Behandlung wird von Krankengymnastik begleitet werden.
Die Behandlungskosten werden auch von den öffentlichen Krankenkassen in der Bundesrepublik Deutschland übernommen. Die Kosten der Anfertigung betragen zwischen 2500 und 3000 Euro.
Orthopoint Group zum Thema Skoliose-Korsett: Mein Skoliose-Korsett
Mehr Informationen im Orthopoint: Lehrsammlung Heil- und Hilfsmittel