Von Mario
Das Thema Schmuckprothesen hat sich für mich insofern erledigt, als das ich eine reine Schmuckprothese für absolut überflüssig halte.
Ein gepflegter und gut abgehärteter Stumpf ist ist für viele Dinge einfach angenehmer als eine Prothese und sieht, auch nach Meinung vieler Freunde, einfach Ästhetischer aus als eine Plastikhand, die eher zum hingaffen animiert (. ..ist das nun echt, oder eine Kunsthand...?) und zudem schnell verschmutzt und unansehnlich wird. Ausserdem Stört mich die Prothese eher, wenn ich sie nicht brauche. Es ist für mich vielmehr ein Werkzeug, das ich anlege wenn ich es brauche.
Mit dem festen Sitz habe ich keine Probleme. Zum Einen weil ich mit meinem Orthopädietechniker so lange daran gefeilt habe, bis die Passform optimal war, zum Anderen weil ich ein Silikonlinersystem benutze, welches sich aber wohl bei Armprothesen noch nicht so durchgesetzt hat (warum weiss ich nicht).
Für schwere Arbeiten benutze ich eine starre Prothese mit Hook, die nach einigen Modifikationen nahezu unzerstörbar ist und Zugkräfte von ca. 50kg hält. Der Hook wirkt zwar auf Aussenstehende etwas makaber, ist aber bestens geeignet für Fitnesstudio, Schaufeln und Schubkarre etc.
Für Feinere Arbeiten, auch in meinem Beruf als Automatisierungstechniker, nutze ich eine Myo - Arbeitshand. Deren Funktion ist o.k. aber an der Haltbarkeit der Alu und Kunststoffkonstruktion kann man noch viel verbessern.
Meine normale Myohand benutze ich lediglich zum Fliegen und Motorradfahren. Auch reicht die Funktion aus.
Ich denke das Wichtigste beim Bau einer Prothese ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Prothesenträger und Techniker. Viele trauen sich offensichtlich nicht, ihre Wünsche klar zu äussern und lassen sich als "Kunde" einfach einreden, dass sie zufrieden sind. Für 10000 Euro kann man ruhig meckern bis die Prothese perfekt ist.
Marios Website:
http://www.schummi.net