Autofahren mit Handicap

Autofahren mit Behinderung

Von Albrecht Marignoni

Mobilität ist eine Voraussetzung für Erfolg in Ausbildung und Beruf. Die Fähigkeit ein Auto mit einer Behinderung fahren zu können, erhält Freundschaften und verbessert die Lebensqualität.

Menschen mit unterschiedlichen Handicaps können Autos fahren, wenn die Fahrzeuge auf ihre individuellen Voraussetzungen angepaßt werden.

Denkbare Veränderungen sind z.B. bei einem einseitigem Armverlust kann ein Automatikgetriebe durch einen Lenkraddrehknopf bedient werden. Bei Verlust beider Beine oder einer Querschnittlähmung kann ein Auto mit den Händen gesteuert und geschaltet werden. Dafür läßt sich bei einem Automatikgetriebe Gas und Bremse durch Verlängerungen in die Höhe des Lenkrades führen. Bei Verlust eines Beines kann das Gaspedal z.B. nach links verlegt werden. Bei Verlust beider Arme kann das Auto mit einer Fußlenkung gesteuert werden. Mit einer Teleskoplenksäule können Menschen mit sehr kurzen Armen das Auto steuern.

Beispiele für Umbauten von Autos für Menschen mit Behinderung

Detailbild mit zusätzlichem Schalter am Handgerät für Blinker, Licht und Hupe:

Handgerät

Am Lenkrad können Hupe, Blinker, Beleuchtung bedient werden:

Lenkradknopf

Gasring, Autofahren ohne Beinbenutzung:

 Gasring

Der Umbau eines Autos ist teuer. In Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland wird die Anschaffung und der Umbau eines Autos ganz oder teilweise von den Sozialbehörden übernommen.

Als Voraussetzung gilt Berufstätigkeit, die Absicht eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen oder eine Ausbildung.

Auf die Einzelheiten kann hier für jeden Staat nicht eingegangen werden. Informationen kann man sich bei den Herstellern der Autos beschaffen. Auch die Firmen, die die Autos umbauen, können spezifische Informationen geben.

In einigen Staaten werden spezielle Gutachten über die Gesundheit des Fahrers gefordert. Empfehlenswert ist, die Umbauten so vornehmen zu lassen, daß sie wieder rückgängig gemacht werden können. Das erhöht die Chance eines Wiederverkaufes des Fahrzeuges. Mittlerweile hat sich in Zentraleuropa ein Handel mit Gebrauchtwagen entwickelt für Menschen mit Behinderung entwickelt.


© Fotos: Firma Felitec, http://www.felitec.de, mit freundlicher Genehmigung.
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