Disability Studies und BIID

Disability Studies und BIID

Von Albrecht Marignoni
Weblogbeitrag vom 06.03.2009

Der Journalist und Anwalt Oliver Tolmein berichtet heute in seinem Weblog auf der Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über eine in diesen Tagen stattfindende Konferenz in Frankfurt/M. zum Thema Body Integrity Identity Disorder. Er schlägt den Bogen vom ethischen Problem freiwilliger Amputationen (fA) zu den Disability Studies und gibt eine Überlegung von Nance Riffe wider.

Sie erkennt in der “behinderten” Identität einiger Menschen ohne Behinderung einen weiteren Beleg dafür, dass das sogenannte “medizinische Modell” der Erklärung einer Behinderung widerlegt sei. Tolmein weist außerdem darauf hin, dass es zwischen Menschen mit BIID und den Organisationen der Sterbehilfe erste Kontakte geben soll. In Anbetracht der schwierigen Gemengelage in ethischer Hinsicht in Deutschland verwundert das nicht. Die Lösung menschlicher Probleme verlangt nach Koalitionen. Menschen mit BIID werden in Deutschland kaum auf ärztliche Hilfe hoffen können. Mit der Gründung einer nicht transparent wirkenden Selbsthilfeorganisation durch einen Psychologen mit eigener Praxis, soll wohl einigen "Betroffenen" Sand in die Augen gestreut werden. Den interessanten Beitrag von Oliver Tolmein findet man auf der Website der FAZ.


Mehr zum Thema Body Integrity Identity Disorder im Orthopoint

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