Fahrradfahren mit Armprothese

Fahrradfahren nach Armamputation mit Armprothese


Zwei Beispiele für individuelle Lösungen

Von Albrecht Marignoni

Im Alter von 17 Jahren mußte Nascha aus Köln der rechte Unterarm amputiert. Noch als Schülerin begann sie, wieder Fahrrad zu fahren. Ein qualifizierter Orthopädietechniker half der heute 19 jährigen Auszubildenden, ohne Prothese ihr Fahrrad sicher zu steuern. Er fertigte ihr einen Prothesenschaft an, den der an der rechten Seite des Lenkers befestigt wird. In den Prothesenschaft führt sie ihren Stumpf ein und steuert so ihr Fahrrad. Der "Lenkschaft" für Fahrräder ist nur für lange Unterarmstümpfe ohne Weichteilschäden und Narbe möglich. Der Schaft wurde mit Leder ausgekleidet. Er wird alle zwei bis drei Jahre erneuert.

Für die US-amerikanische Schülerin Molly hat ihr Vater eine spezielle Armprothese für die Benutzung eines Fahrrads gebaut. Das Foto zeigt Molly`s Prothese, die sie zum Fahrradfahren benutzt.

Sie besteht aus einem reibungsfreien saugfähigen passenden Prothesenfassung. Sie hat einen Schaft, der einerseits die Stöße beim Fahrradfahren abfedert und andererseits als Schutz vor Verletzungen ausgelegt ist.

Der Liner wird durch die Extension der Muskel am Armstumpf gehalten und einen Velkro Streifen. Das „Handgelenk“ ihres Arms wurde aus einem Kugelgelenk hergestellt. Die Fahrradprothese kann an jedem anderen Fahrrad benutzt werden.


© Fotos: Barry Simmons-Stuber, mit freundlicher Genehmigung.
Orthopoint Dokumentationen: Leben mit Behinderung | Benutzungsbedingungen