Von Jutta Retzer
Try Out-NachwuchsförderungBereits seit November 1999 fördert der Deutsche-Rollstuhlsportverband (DRS) den Nachwuchs im Rollstuhlbasketball. Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren sind aufgefordert, einen oder auch mehrere Lehrgänge des DRS zu besuchen. Erfahrungen im Rollstuhlbasketball sind erwünscht, jedoch nicht Voraussetzungen. Jedoch sollten die TeilnehmerInnen sicher Rollstuhl fahren können und im Umgang mit Ball etwas geübt sein. Es können sich auch komplette Vereinsteams melden.
Im ersten Teil der Übungseinheiten werden die Kinder und Jugendlichen zur entwicklungsgemäßen Förderung vor Ort von erfahrenen Rollstuhlbasketballtrainern und aktuellen Nationalspielern in unterschiedliche Leistungsgruppen aufgeteilt. Auf unterschiedlichem Niveau stehen die verschiedenen Rollstuhlbasketball-Techniken und erste taktische Grundlagen auf dem Programm. Innerhalb der angebotenen Übungs- und Spielformen können die TeilnehmerInnen ihr Können unter Beweis stellen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung findet in den verschiedenen Leistungsgruppen ein Basketballturnier statt. Während jüngere Jugendliche mit einem Mini-Ball auf den Kästen Burgball spielen, versuchen sich die Älteren schon auf den "richtigen" Körben. Die älteren Teilnehmer werden bei ihren Spielen von Kampfrichtern und Schiedsrichter (Spielrichtern) unterstützt. Das Regelwerk basiert auf den sogenannten Mini Basketball Regeln des Deutschen Basketball Bundes (DBB), ist jedoch noch hinsichtlich der Besonderheiten beim Rollstuhlbasketball überarbeitet worden.
Zur Belohnung am Ende eines langen Trainingstages gibt es dann die verdienten Urkunden und einen "Jugendpaß". Hier wird die Teilnahme vermerkt und die talentierten SpielerInnen kommen in das "Notizbuch" der verantwortlichen Trainer.
Jutta Retzer ist Leiterin der Kommission Kinder-und Jugendsport im Rollstuhlbasketball im DRS.
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