Rollstuhlcurling

Wintersport: Rollstuhlcurling

Rollstuhl-CurlingRollstuhl-CurlingCurling ist eine auf dem Eis gespielte Wintersportart, die dem Boule-Spiel und dem Boccia ähnelt. Sie ist nicht mit dem Eisstockschießen zu verwechseln. Zwei Mannschaften zu je vier Spielern versuchen, ihre Curlingsteine näher an den Mittelpunkt eines Zielkreises auf einer Eisbahn zu spielen als die gegnerische Mannschaft. Curling ist besonders in Kanada, Schottland, Skandinavien und der Schweiz sehr populär und wird wegen der vielen taktischen Raffinessen auch als Schach auf dem Eis bezeichnet. Es gehört zu den Präzisionssportarten.

Rollstuhlcurling ist eine Adaption des Curlings für Menschen mit körperlicher Behinderung. Seit den Paralympischen Spielen von Turin 2006 ist die Sportart eine offizielle Disziplin der Paralympics. Gespielt wird nach den Regeln der World Curling Federation, die für das Rollstuhlcurling die Regeln angepasst hat.

Curling wurde in der Schweiz für Querschnittgelähmte in den späten 1990er-Jahren versuchsweise lanciert. Mittlerweile spielen auch vereinzelt MS-Patienten mit. Etwa 50 Curlerinnen und Curler spielten Ende 2008 schweizweit Rollstuhlcurling. Jedes Jahr werden zudem Schweizer Meisterschaften durchgeführt, der Sieger darf ein Jahr später die Schweiz an den Weltmeisterschaften vertreten. Zurzeit bestreiten etwa acht Teams von diversen Curling- und Rollstuhlclubs die gemeinsame Schweizer Meisterschaft in jeweils einer der rollstuhlgängigen Curlinghallen.

Es gibt weder eine Geschlechtertrennung noch eine Altersgrenze. Als einziger Unterschied fällt bei den Rollstuhlcurlern das Wischen weg. Deshalb muss der Stein schon am Anfang sehr präzise gespielt werden. Der Weg des Steines kann nachher nicht mehr beeinflusst werden.


Orthopoint Dokumentationen: Sport mit Behinderung
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