Rollstuhlbasketball Kick Off Turnier
Lahn-Dill verteidigt seinen Titel Titel
In einem spannenden Finale besiegten die Köln 99ers III den RTB Uni Bochum mit 26:24. Diese hervorragende Leistung wurde durch den dritten Platz der vierten Mannschaft komplettiert. Sie schied knapp gegen die dritte Mannschaft im Halbfinale aus und konnte dann im Spiel um Platz drei den RSC Bergheim klar mit 8:33 schlagen. Diese Endergebnisse stellen aus Kölner Sicht einen hervorragenden Turnierverlauf dar.
In der ersten Leistungsklasse jedoch fielen die Ergebnisse der Kölner Teams durchwachsener aus. Die zweite Mannschaft der Köln 99ers überraschte mit einem vierten Platz, wohingegen die erste Mannschaft enttäuschte und nicht über den sechsten Platz hinaus kam.
Der Turniertag begann für die Bundesligamannschaft standesgemäß, denn in der - während des gesamten Turniers verkürzten - Spielzeit von 2 x 10 Minuten konnte der Aufsteiger in die zweite Bundesliga SG Oldenburg/Sünteltal souverän mit 38:14 bezwungen werden. Das zweite Spiel gegen den Bundesligakonkurrenten München verlief zu Anfang ähnlich souverän und die Kölner gingen mit einer Führung in die Halbzeitpause. Dann allerdings leisteten sich die Domstädter zahlreiche Unkonzentriertheiten und ließen das Team aus der bayrischen Landeshauptstadt wieder herankommen. In einer dramatischen Schlussminute konnte man letztendlich den knappen Vorsprung nicht zu einem Sieg retten und München gelang es, das Spiel durch einen Dreier wieder zum 26:26 auszugleichen. Laut den Turnierregeln musste nun jedes Team drei Freiwürfe schießen, die wiederum über Sieg oder Niederlage entscheiden. Hierbei behielten die Münchener mit drei getroffenen Freiwürfen gegenüber den zwei Treffern von Köln die Oberhand. Im dritten Spiel des Tages schloss man sich nahtlos an die enttäuschende Leistung der zweiten Halbzeit des Spiels gegen München an. Gegen den Zweitligisten BBC Warendorf fanden die Kölner Korbschützen nicht ins Spiel und verspielten den Sieg frühzeitig. Auch eine Schlussoffensive verhalf nicht dazu, den hohen Rückstand aufzuholen. Am Ende verlor man verdient mit 27:32. Im letzten Spiel des Tages konnte die Mannschaft sich zwar wieder steigern, aber gegen den amtierenden französischen Meister aus Meaux reichte es nicht für einen Sieg. So belegte man lediglich den vierten Gruppenplatz und verspielte damit frühzeitig die Chance, das eigene Turnier zu gewinnen.
In der Vorrundengruppe B stellte sich die zweite Mannschaft der 99ers weitaus klüger an. Lediglich gegen dem amtierenden deutschen Meister RSV Lahn-Dill musste man sich geschlagen geben und zog als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein. Dort traf man auf das französische Team aus Meaux. Lange Zeit konnte man gut gegen den letztjährigen Champions- Cup-Teilnehmer mithalten. Am Ende verlor das Team jedoch knapp und hatte nun gegen München die Chance auf eine Drittplatzierung. Gegen die bayrische Bundesligamannschaft gab es allerdings nichts zu holen, so dass man sich mit dem vierten Platz begnügen musste. In den weiteren Platzierungsspielen hatte die erste Mannschaft der 99ers das Ziel, die schlechte Leistung wieder gut zu machen und sich mit zwei Siegen und dem fünften Platz beim eigenen Turnier anständig zu verabschieden. Der erste Schritt zur Wiedergutmachung wurde mit einem 33:36 gegen Straßburg gemacht. Allerdings machten es sich die Kölner unnötig schwer und konnten die Überlegenheit auf dem Platz nicht in ein Punktepolster auf der Anzeigetafel ummünzen, so dass am Ende noch einmal gezittert werden musste. Im Spiel um Platz fünf traf man nun erneut auf Warendorf und wollte die Schmach vom Vortag vergessen machen. Schnell konnten die Kölner in Führung gehen und es schien, als könne man das Spiel souverän gewinnen. Doch auch in dieser Partie lief es für die Kölner nach wenigen Minuten nicht mehr rund. Jede Aufstellung der Kölner versagte gegen den Zweitligisten aus dem Münsterland und ermöglichte dem Gegner durch individuelle Fehler, Unkonzentriertheiten und mangelnde Kommunikation auf dem Feld einfache Korberfolge. Zwar konnte man durch einen Endspurt dass Spiel noch einmal spannend machen, aber der erfahrene Zweitligist ließ sich davon nicht beirren und brachte das Spiel souverän über die Runden, so dass für die Kölner nur der sechste Platz blieb. Die Kölner haben nun noch eine Woche Zeit, an ihren Fehler zu arbeiten, um im ersten Saisonspiel gegen den ASV Bonn bestehen zu können.
Die Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers bedanken sich bei allen Helfern, insbesondere bei den Teams „AXA von Herz zu Herz“ und den Pfadfindern „Stamm Rheingold“, für die Bewirtung der teilnehmenden Mannschaften, den Schiedsrichtern, Anschreibern und Zuschauern. Ein ebenso großer Dank gebührt der Kämpgen Stiftung, die einen großen Beitrag zur Realisierung eines so großen Events leistete. Zwei schöne Tage KICK OFF Turnier in Köln sind wieder vorbei und die Organisatoren können auf eine gelungene Sportveranstaltung zurückblicken.
Website RSV Lahn-Dillhttp: http://www.rsvlahndill.de
Mehr zum Thema Rollstuhlsport im Orthopoint: http://www.orthopoint.com/freizeit-sport-behinderung.html
Fotos: Christian Ahrens, Kln
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