Navigationssystem für Rollstuhlfahrer

Jugendliche erfanden computergesteuerte Orietierungshilfe für Rollstuhlfahrer

Von Albrecht Marignoni

2008-11-25
Das 15 jährige Geschwisterpaar Marie und Sophie Scholz aus Koblenz haben ein Navigationssystem für Rollstuhlfahrer entwickelt, das einen ersten Praxistest bestanden hat. Die Erfindung ist preisverdächtig und so wundert es nicht, dass der Fernsehsender Pro7 das Navigationsgerät zum Gegenstand einer Wahl zur besten Erfindung gemacht hat. Vorgstellt wurde die Erfindung auch bei einer Präsentation von „Jugend Forscht“.

Die sich „Navibil“ nennende Orientierungshilfe nimmt virtuell die geplante Wegstrecke vorweg und zeigt sie dem Benutzer an. Im Unterschied zu anderen Navigationsgeräten basiert es nicht auf GPS sondern auf den von „Hotspots“ ausgesendeten Signalen. Die meist in Firmencomputern aber auch immer mehr privat genutzten WLAN-Funktionalitäten wurden vom Fraunhofer Institut in Nürnberg genutzt, um ein System zu entwickeln, mit dem sich Menschen besser in Hochhäusern orientieren können. Das Fraunhofer Institut stellte den beiden Schülerinnen eines Gymnasiums seine Erfindung zur Verfügung und war somit in der Lage, seine Erfindung einem Praxistest zu unterziehen.

Die in das Navibil eingestellten Informationen sind der Stadtplan von Koblenz, der um für Rollstuhlfahrer wichtige Informationen erweitert wurde. So befinden sich im System Informationen über die Beschaffenheit der Bordsteine, der Bürgersteige und Steigungen. Einen ersten Praxistest hat das System erfolgreich bestanden.

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