99er Rollis verloren gegen Zwickau

99ers-Rollis kehren erhobenen Hauptes nach Köln zurück

2009-03-20
Köln99er: Rollstuhlbasketball in Köln. © Foto: RBC Köln 99ersKöln99er: Rollstuhlbasketball in Köln. © Foto: RBC Köln 99ersZufrieden kehrten die Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers die 500km aus Zwickau zurück – wenn auch ohne den erhofften vierten Platz. Leider mussten sich die Kölner Rollis in allen vier Partien der Euroleague geschlagen geben, stellen jedoch mit Joe Bestwick (27,75 ppg) den TopScorer des Turniers. Zudem wurde Marina Mohnen in das Allstar-Team berufen und als Mannschaft erhielten die Rheinländer den Fair-Play-Preis überreicht.

„Sicherlich haben wir uns mehr erhofft, der vierte Platz war unser Ziel. Dennoch war es ein aufschlussreiches Event und wir haben zumindest phasenweise ansehnlichen Basketball auf höchstem Niveau gezeigt. Insgesamt können wir auf einen gelungenen internationalen Auftritt zurückblicken. Im entscheidenden Spiel gegen CAP-SAAA Paris waren es letztlich nur Kleinigkeiten, die in diesem Spiel den Ausschlag gegeben haben. Mit einem Turnover weniger oder einem verwandelten Korbleger mehr, hätten wir diese Partie vielleicht gewonnen“, so Team-Manager Sedat Özbicerler.

Auf Fans mussten die Köln 99ers dabei nicht verzichten und möchten sich auf diesem Weg für die tolle Unterstützung bedanken. Die RSC-Rollis Zwickau hatten einen Wettbewerb in den umliegenden Schulen ausgeschrieben, Fan-Clubs für die teilnehmenden Mannschaften zu bilden. Für die Kölner interessierten sich gleich zwei Schulklassen, von denen die Klasse 08 der Ergotherapeutenschule BGGS Zwickau den Fan-Pokal mit nach Hause nehmen durfte.

Joe Bestwick kehrt nach England zurück! Mit dem Aus in der Champions League Vorrunde endet auch das Engagement von Joe Bestwick bei den Köln 99ers. Der britische Nationalspieler muss in der kommenden Saison auf der Insel spielen, da der englische Verband die eigene Liga in Vorbereitung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Land aufwehrten möchte. Für die Kölner verlässt damit einer der Leistungsträger und Schlüsselspieler der vergangenen zwei Spielzeiten das Team. Es wird nicht einfach die Lücke des Topscorers der Liga zu schließen - dessen sind sich die Verantwortlichen der 99ers sehr wohl bewusst. In den letzten beiden Jahren konnten beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren und sich gegenseitig voran bringen. Joe kam als roher Diamant nach Köln und hat sich von Spiel zu Spiel weiterentwickelt. Seine Dynamik und Treffsicherheit hat dabei auch die Mannschaft angesteckt und auf ein neues Level gebracht.

Für ihn persönlich geht das Abenteuer Köln mit zwei Topscorer Titeln mehr als erfolgreich zu Ende. Mit den meisten Spielanteilen und optimalen Trainingsbedingungen auch abseits des Teamtrainings standen Joe in Köln ideale Voraussetzung zur Verfügung, die er bestens genutzt hat.

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