Erfahrungen mit einer Querschnittlähmung von Stephan
Meine Querschnittlähmung fing ich mir an meinem 18. Geburtstag ein. Ein Lastwagen riß mich vom Fahrrad und hätte mich beinahe unter sich zerquetscht. Mit einem zersplitterten Becken, zwei Beinbrüchen und einem doppelten Wirbelsäulenbruch wachte ich einige Tage später aus einem künstlichen Tiefschlaf auf. Das leere Gefühl unter meinem Bauchnabel bestätigte wohl die Auskunft einer Ärztin, daß ich gelähmt war.
Von Michael Mehnert
Mein Beitrag vom 31.01.2003
Einem Menschen mit Behinderung wird oftmals beigebracht, den Tag nach einer fremd bestimmtem Tagesregelung zu befolgen. Sämtliches muß eingeteilt und über mehrere Tage zuvor, fast pingelig organisiert werden. Doch er möchte eigenständig und selbstverantwortlich Entscheidungen über seine Angelegenheiten treffen. Ich rede hier aus eigener Erfahrung.
Von Deafdirk
Ich hatte als Baby chronische Mittelohrentzüdung auf beiden Ohren, war dadurch unwissentlich erst leicht schwerhörig (Eltern bemerkten es nicht), dann wurde es in der Jugendzeit so mit 25 Jahren immer schlechter, dann sind wohl meine Hörnerven langsam immer mehr kaputt gegangen und meine Ohren wurden langsam richtig schwerhörig, heute, 20 Jahre später, höre ich nur noch 10%, ich höre erst so ab 100 dB, ich trage sehr starke Hörgeräte in beiden Ohren. Ich frage heute oft nach, und das muss dann wiederholt werden, ich kann spontan antworten, aber muss häufig erst überlegen, was die anderen gesagt haben könnten, denn trotz Nachfragens und Wiederholens kann ich nicht immer auch alles gleich verstehen. Hörbehinderung isoliert sehr von der Gemeinschaft.
Von RolliAndy
Der Unfall:
Am 16. Dezember 2006, ich war 19 Jahre alt, fuhr ich mit dem geliehenen Roller meines Bruder in unserem Viertel rum. Die Strassen waren glatt, da es die Tage davor geschneit hatte. An einer Strassenecke (ich muss erwähnen, dass hier Rechts-vor-Links ist) passierte es dann. Ein Auto kam, von links, herangesaust und erfasste mich.
Irgendwann war ich davon überzeugt, dass trotzdem alles möglich ist.
Von Berko
Hier kurz zu meiner Krankheitsgeschichte und warum mir das Bein fehlt. Hiermit widerlege ich den Spruch: "Auf einem Bein kann man nicht stehen..."
Erfahrungen mit einer Beinamputation von Birgitt
Als ich in der 12. Klasse war, brach ich mir zwei Tage vor Weihnachten beim Skilaufen mein Fußgelenk, deshalb mußte ich einen Gips tragen. Eine Woche später rutschte ich mit meinem Gipsfuß aus, dabei brach mein linker Oberschenkel. Er mußte operiert werden. Leider entzündete sich die Narbe, die Entzündung breitete sich auf die Hüftknochen und ein Teil des Beckens aus. Das Bein mußte ab. Weil ich ein Medikament während der OP nicht vertrug, nahmen meine beiden Innenohren Schaden. Er erwies sich als wenig reparabel. Auf einem Ohr taub, (mit dem anderen Ohr kann ich nur noch 50% hören) ging es in die Reha.
Erfahrungen mit Skoliose von Ursula
In meiner Jugend war ich mindestens ab dem 10. Lebensjahr regelmäßig bei Orthopäden. Es fing an mit Einlagen gegen Knick-Senk-Spreizfüße. Dann wurde eine Knorpelstörung im Knie (Osteochondrosis dissecans) festgestellt und mit zweimaliger Ruhigstellung in einem zirkulären Gips für acht Wochen behandelt. Bei Stürzen brach ich mir außerdem zweimal einen Arm und so wurde in der Schule schon gewitzelt: "Ach Ursula, heute gar kein Gips?" Irgendwann (ich werde noch versuchen rauszukriegen, wann genau das war) stellte der Orthopäde dann einen Beckenschiefstand und eine S-Skoliose mit Torsion eines Wirbels fest. Ich bekam Krankengymnastik, ein Gipsbett und eine Schuherhöhung verordnet.