3-Nationenturnier in Köln

Deutsche Damen dominieren 3-Nationenturnier in Köln

2009-08-24
Köln99er: Rollstuhlbasketball in Köln, Abschied von Marina Mohnen. © Foto: RBC Köln 99ersKöln99er: Rollstuhlbasketball in Köln, Abschied von Marina Mohnen. © Foto: RBC Köln 99ersMit klaren Siegen über Großbritannien und den Weltmeister Kanada konnten sich die Deutschen Damen souverän den Turniersieg in Köln sichern und durften sich verdient von den rund 500 Fans – allen voran der Fanclub Flying Flönz- feiern lassen. Neben tollen Spielen auf Spitzenniveau gab es unter den Zuschauern gleich mehrere Gewinner. Neben den Fässchen Gilden Kölsch für jeden 50. Besucher, konnten sich zwei Fans auf je zwei Gutscheine des Phantasialands freuen.

Eines der Highlights im Rahmenprogramm waren die Showeinlagen der “Germany´s next Showstars” Energetrix. Sie begeisterten die anwesenden Zuschauer mit ihrer Mischung aus Xtreme Martial Arts, Tricking und -erstmalig auch dabei- Vi- Dan mit seinen herausragenden Wushu- Skills!

Im Vorfeld des Hauptspiels begrüßte Bürgermeister Manfred Wolf die Mannschaften und zeigte sich erfreut darüber, dass Kölns Sportlerin des Jahres Marina Mohnen mit ihrer Nationalmannschaft zu Gast in der Domstadt ist. Die 99ers nutzten dabei die große Bühne vor dem Spiel, um sich von Marina Mohnen wehmütig zu ver-abschieden, die von 2004 -2009 großen Anteil an der Erfolgsgeschichte des Kölner Rollstuhlbasketballs hatte. Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga, der Aufstieg in die 1. Bundesliga, der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga und im vergangen Jahr mit Platz 5 die beste Kölner Platzierung aller Zeiten wurden maßgeblich von ihr mitgetragen. In der kommenden Saison wird die Kölnerin in Italiens Serie A bei Associazione Sportiva S.Stefano spielen. Wir bedanken uns bei Marina Mohnen für Ihre Verdienste für den Kölner Rollstuhlbasketball und wünschen Ihr alles Gute in Italien! Die Köln 99ers bedanken sich bei allen Helfern, Sponsoren und Fans für ein tolles Event, das Lust auf mehr macht!

Nach einem langen Rollstuhlbasketballwochenende mit tollen Spielen zeigte sich, dass es für die deutsche Damennationalmannschaft für die bevorstehende Europameisterschaft in Großbritannien nur ein Ziel geben kann: die Titelverteidigung. Die deutschen Damen setzten sich in allen Spielen in Köln souverän gegen ihre Gegnerinnen durch und bewiesen damit, dass mit ihnen bei der EM in Stoke Mandeville zu rechnen ist.

Kanada – Großbritannien 41:55 (8:14/ 20:28/ 31:38/ 41/55)

Der Gastgeber der Europameisterschaft startete erfolgreich mit einem 10:0-Lauf gegen den amtierenden Weltmeister Kanada in das Turnier. Immer wieder angetrieben von ihrer Mannschaftskapitänin Caroline Maclean erspielten sich die Britinnen einfache Korbleger. Erst eine Auszeit vom kanadischen Trainer Bill Johnson konnte den stürmischen Beginn der Britinnen unterbrechen. Im weiteren Verlauf kamen die Nordamerikanerinnen immer besser ins Spiel und konnten Mitte der ersten Halbzeit auf einen Punktestand von 18:21 verkürzen. Dank der treffsicheren Helen Freeman setzte sich das Nationalteam Großbritanniens zur Halbzeitpause aber wieder etwas von den kanadischen Konkurrentinnen ab.

In der zweiten Halbzeit punkteten beide Mannschaften im Gleichschritt, so dass die Partie bis ins letzte Viertel spannend blieb. Erst in den Schlussminuten der Begegnung konnten sich die Britinnen dank einer guten Freiwurfausbeute absetzen und die Partie somit deutlich mit einem Stand von 55:41 für sich entscheiden.

Deutschland – Großbritannien 70:41 (28:8/40:15/53:29)

Schon am frühen Nachmittag war die Sporthalle im Nippeser Tälchen gut besucht und die Zuschauer sahen von Beginn an eine treffsichere deutsche Mannschaft. Das Team von Bundestrainer Holger Glinicki „überrollte“ das britische Team förmlich im ersten Viertel und gewann den ersten Spielabschnitt deutlich mit 23:8 Punkten. In den zweiten zehn Minuten ging dieser Schwung jedoch ein wenig verloren, aber die Führung konnte trotzdem kontinuierlich zum 35:15 Halbzeitstand ausgebaut werden. Maßgeblichen Anteil an dieser deutlichen Führung hatte die Kölnerin Marina Mohnen, die 15 der 35 Punkte erzielte.

In der zweiten Hälfte fand das britische Team besser in die Partie und punktete nun auch regelmäßiger. Diese Leistungssteigerung konnte aber nicht den deutschen Spielfluss stoppen. Insgesamt setzte sich das Team Germany Punkt für Punkt weiter ab und kam schlussendlich zu einem deutlichen 41:70 Auftakterfolg.

Deutschland – Kanada 74:32 (21:4/41:11/48:27)

Im Hauptspiel des Drei-Nationen-Turnier in Köln traf der amtierende Europameister Deutschland auf den amtierenden Weltmeister Kanada. Gegen die allerdings ersatzgeschwächten Kanadierinnen zeigten die Deutschen Damen eine beeindruckende Leistung. Der emotionale Abschied von Marina Mohnen im Vorfeld der Partie wirkte sich kurzfristig auf das Spiel der deutschen Mannschaft aus, die sich in der Anfangsphase zunächst schwer tat. Erst spät gelang der erste Erfolg aus dem Feld. Aber dann zog das Team Germany das Tempo an und konnte die Kanadier mit 21:4 Punkten im ersten Viertel deklassieren. Bei einem Stand von 35:4 Punkten Mitte des zweiten Viertels war es die Kanadierin Sabrina Pettinicchi, die sich dem anbahnenden Debakel entgegen stellte und sieben Punkte erzielte. Ihr Team schien den Weckruf wahrgenommen zu haben und gewann das dritte Viertel mit 7:16. Das deutsche Team ließ aber nicht zu, dass die Weltmeisterinnen noch weiter heran kamen und zeigte erneut eindrucksvoll, dass es der Top-Favorit bei der Europameisterschaft ist. Mit Tempo-Basketball wurde der Gegner mit 26:5 Punkten im letzten Viertel erneut schwindelig gespielt. Am Ende gewannen die Deutschen hoch verdient mit 74:32.

Deutschland – Großbritannien 63:42 (12:7/30:20/51:33)

Am frühen Sonntagmorgen kam die deutsche Mannschaft etwas schläfrig aus der Kabine. Aber der ebenfalls verbesserungswürdigen Trefferquote der Britinnen war es zu verdanken, dass die deutsche Mannschaft dennoch mit 6:4 Punkten nach fünf Minuten führte. Nach und nach kamen die deutschen Damen besser ins Spiel und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. In der zweiten Hälfte der Begegnung bot sich ein ähnliches Bild, wobei Deutschland souverän den Vorsprung ausbaute. Großen Anteil daran hatte Simone Kues, die im dritten Viertel zehn Punkte erzielte und immer wieder ihre Teamkameraden in gute Wurfpositionen brachte. Letztendlich gewann die deutsche Mannschaft ungefährdet mit 63:42 Punkten.

Großbritannien – Kanada 51:56 (16:15/26:28/35:40/51:56)

Wie schon beim ersten Duell der beiden Mannschaften am Samstag kamen die Britinnen besser in das Spiel. Schnell ging das Team von Trainer Garry Peel mit 11:5 Punkten in Führung. Kanada ließ sich davon aber nicht beeindrucken und konnte den Rückstand nach dem ersten Viertel mit einem Punkt, 15:16, gering halten. Im folgenden Spielverlauf stellten sich die Kanadierinnen immer besser auf den Gegner ein und gingen zum Halbzeitende mit fünf Punkten in Folge das erste Mal mit 28:26 in Führung.
Diesen Vorsprung ließen sich die Kanadier nicht mehr nehmen und bauten ihr Punktepolster kontinuierlich aus. Zwei Minuten vor Ende sahen die Nordamerikanerinnen mit zehn Punkten Vorsprung beim Stand von 52:42 Punkten, wie die sicheren Siegerinnen aus. Aber die Britinnen zeigten Moral, kamen zu schnellen Korberfolgen und zwangen die Kanadierinnen an die Freiwurflinie, von der die Damen mit dem Ahornblatt auf dem Trikot ein ums andere Mal scheiterten. Folgerichtig konnten die Britinnen noch einmal auf 51:54 Punkte verkürzen. Alle Anstrengung half aber nichts, da das Team aus Großbritannien es verpasste, auf einen Zwischenstand von 53:54 Punkten zu verkürzen und Janet McLachlan im Gegenzug für die Entscheidung und den Schlussstand von 51:56 Punkten sorgte.

Deutschland – Kanada 84:52 (11:14/34:31/60:42)

Nach der Niederlage vom Samstag gingen die Kanadierinnen ehrgeizig in das zweite Match am Sonntag und starteten furios in die Partie. Erst Mitte des zweiten Viertels konnten die Deutschen Damen ausgleichen und zur Pause leicht in Führung gehen. Nach dem Seitenwechsel bot Centerin Silke Bleifuss nach dem fünften Foul von Gesche Schünemann eine gute Partie und steuerte neun Punkte zum am Ende klaren Erfolg bei. Überragende Spielerin der ING- DiBa Korbjägerinnen war aber einmal mehr die Kölnerin Marina Mohnen mit einer Ausbeute von 32 Zählern.

Deutschland: Marina Mohnen (83, Köln 99ers), Gesche Schünemann (65/2 Dreier, RSV Lahn-Dill), Annika Zeyen (35, RSV Lahn-Dill), Simone Kues (33, Hamburger SV), Silke Bleifuss (23, Mainhatten Skywheelers), Edina Müller (14, ASV Bonn), Mareike Adermann (12, ASV Bonn), Heike Friedrich (8, Mainhatten Skywheelers), Birgit Meitner (8, SV reha Augsburg), Maya Lindholm (6, Hamburger SV), Britta Kautz (4, RSV Lahn-Dill), Maria Kühn (SV reha Augsburg).
Ergebnisse: Großbritannien- Kanada 55:41, Deutschland - Großbritannien 70:41, Deutschland - Kanada 74:32, Großbritannien - Kanada 48:53, Deutschland - Großbritannien 63:42, Deutschland - Kanada 84:52.
Tabelle: 1. Deutschland / 4 / 8:0 / 291:167, 2. Großbritannien / 4 / 2:6 / 186:227, 3. Kanada / 4 / 2:6 / 178:262

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