2009-12-15
Köln99er: Rollstuhlbasketball in Köln. © Foto: Tim HeidrichErneut haben die Köln 99ers in der Rollstuhlbasketballbundesliga verloren. Nach einem guten Spiel verloren die Domstädter gegen die Roller Bulls mit 70:82 (34:36) und sind somit weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.
Das Spiel im St. Vither Sportzentrum begann alles andere als gut für die 99ers. Viele Ballverlust und ausgelassene Wurf-möglichkeiten der Domstädter führten dazu, dass die Rheinländer nicht punkteten. Die Bulls hingegen zeigten auf der anderen Seite, wie einfach Basketball ist. Balleroberung, schnelles Passspiel, Korbleger. Die 99ers fielen in diesem Spielabschnitt förmlich auseinander und die Roller Bulls gingen schnell mit 2:11 in Führung. Auch eine Auszeit von Trainer Andrew Flavell konnte das Team nicht wachrütteln, so dass die St. Vither Rollstuhlbasketballer weiter ungestört kombinierten und so zu freien Korblegern kamen. Folgerichtig konnten die Roller Bulls mit einer deutlichen 8:24 Führung in die erste Pause gehen.
Die Viertelpausenansprache von Trainer Flavell sollte nun aber endlich Wirkung zeigen. Der australische Spielertrainer verlangte von seinem Team, dass nun endlich aggressiver am Stuhl zu verteidigen. Die Worte schienen angekommen zu sein. In der Defensive nun sicher und in der Offensive sehr variabel, gelang es den Kölnern Punkt für Punkt näher an die Roller Bulls heran zu kommen und nach 17 Minuten auf 24:34 zu verkürzen. In den nun folgenden drei Minuten zeigten die Domstädter welches Potential in ihnen steckt und überrollten die Gasgeber förmlich. Mit einem 10:2 Zwischenspurt kamen die Köln 99ers wieder ins Spiel und verkürzten zur Halbzeit auf 34:36.
Im dritten Viertel schien sich die Anfangsphase der Partie zu wiederholen. Die Gäste aus Köln verschliefen den Halbzeitbeginn total und gerieten wieder unnötig in Rückstand. Eine nun wieder kombinationssichere Roller Bulls Mannschaft ging schnell mit 38:49 in Führung. Zwar kamen die 99ers nach dem Schock zu Beginn wieder besser ins Spiel, konnten den Vorsprung der Bulls aber nicht verkürzen und gingen mit einem 16 Punkte Rückstand in das letzte Spielviertel.
Die Rheinländer mussten sich also wieder einmal steigern, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. Die Bulls wollten dies aber nicht zulassen und sorgten sechs Minuten vor Schluss mit dem 50:72 für die vermeintliche Vorentscheidung. Die Kölner gaben die Partie aber nicht auf und kämpften sich abermals heran. Mit einem Zwischenspurt konnte man 90 Sekunden vor Schluss noch Mal auf 66:76 verkürzen. In den hektischen Schlusssekunden bewahrten die Hausherren allerdings die Ruhe und verwalteten den Vorsprung sicher bis zum Spielende.
Die Kölner Schlussoffensive kam zu spät und somit musste man sich verdientermaßen mit 70:82 geschlagen geben.
Köln 99ers
Sebastian Spitznagel (27 Punkte/1 Dreier), Frederic Jäntsch (22), Michalis Stergiopoulos (12), Sedat Özbicerler (7), Yuki Ito (2), Patrick Richter, Gada Jammoul, Lars Bergenthal, Andrew Flavell