2009-12-21
Mit einem sensationellen dritten Viertel mit 24:2 Punkten legten die Köln 99ers den Grundstein für den verdienten 67:57 Sieg über die Mainhatten Skywheelers. Als die Frankfurter zu Beginn der Partie ihrer Favoritenrolle, beim Stand von 12:18 zur ersten Viertel- und 28:40 zur Halbzeitpause zunächst noch gerecht werden konnten, so war von dem vermeintlichen PlayOff Kandidaten nach dem Seitenwechsel nichts mehr zu sehen.
Die Kölner kamen mit einer starken Teamleistung und dem Willen zum Sieg wieder ins Spiel und legten einen unglaublichen 24 zu 2 Lauf binnen 10 Minuten hin und drehten das schon verloren gedachte Spiel zur 52:42 Führung nach dem Viertel. In dieser Phase zeigte Sebastian Spitznagel, der vor 4 Wochen zum Team dazu gekommen war, warum man ihn in die Domstadt geholt hat. Mit 16 von seinen insgesamt 30 erzielten Punkten, war er maßgeblich an der Wende beteiligt.
Mit einem erfolgreichen Korbleger von Sebastian Spitznagel und einem lupenreinen 3er Wurf von Yuki Ito läuteten die Hausherren die Aufholjagd ein. Aus einer sicheren Defence heraus schafften es die Kölner, das schnelle Spiel der Skywheelers zu unterbinden. Erneut war es Sebastian Spitznagel, der nach einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf nun auch noch einen 3-Punktewurf in der Reuse des Gegners versenkte und die Kölner Farben zum 38:40 in Tuchfüllung brachte. Als dann Sedat Özbicerler nach Zuspiel von Frederic Jäntsch den Ausgleich zum 40:40 per Layup verwandelte, tobte die Halle! Die Kölner Akteure schienen dies in ihrem Spielrausch gar nicht wahrzunehmen und legten gleich zum 42:40 und zur erstmaligen Führung nach. Bereits jetzt versuchten die Frankfurter durch zahlreiche Fouls eine Wende im Spiel zu erreichen und schickten gleich mehrere Kölner an die Linie. Aber auch das konnte den Sturmlauf der Domstädter nicht stoppen. Mit einem Kraftakt drehten die 99ers die Partie zur letzten Viertelpause zum 52:42.
Um die Gäste erst gar nicht aus ihrer Starre heraus zu lassen, machten die Hausherren genau da weiter, wo der Viertelpausenpfiff sie gestoppt hatte. Mit 4:0 Punkten binnen 2 Minuten schraubten die Kölner das Ergebnis auf 56:42 zur höchsten Führung in dieser Partie. Erst in der 3.Minute fiel dann der erste Korb für die Skywheelers und ein leichtes Aufbäumen brachte das Ergebnis über 58:47, 59:51, 61:55 auf 61:57 und manch einer in der Halle mag an die vergangenen Partien gegen Osnabrück und Hamburg gedacht haben, als die Kölner in den letzten Minuten, trotz ähnlich hoher Führung die Spiele verloren.
Doch die beiden verwandelten Freiwürfe in der 38. Spielminute von Sebastian Wolk, der bester Frankfurter mit 22 Punkten war, sollten die letzten Punkte an diesem Tag für die Gäste sein. Frankfurt schickte nun erneut die Kölner Spieler reihenweise an die Freiwurflinie, aber mit einer Trefferquote von 50% holten die Kölner 6 von 12 möglichen Punkten. Beim Endstand von 67:57 fielen sich die Kölner jubelnd in die Arme und ein riesiger Balast schien von allen Beteiligten abgefallen zu sein.
Der erste Sieg in der jungen Bundesliga Zugehörigkeit der Köln 99ers war perfekt und bringt die Kölner wieder im Kampf um den Klassenerhalt in eine deutlich verbesserte Ausgangslage.
Köln 99ers
Sebastian Spitznagel (30/1), Frederic Jäntsch (10) Yuki Ito (8/1), Lars Bergenthal (6), Patrick Richter (4), Michalis Stergiopoulos (4), Sedat Özbicerler (4), Andrew Flavell (1), Gada Jammoul n.e.