Informationen aus dem Iran

| |

CNN Interview mit einer Augenzeugin in Teheran

Die deutsche Medienberichterstattung über den Iran ist schlecht

Obwohl YouTube, Twitter und Facebook über die derzeitigen Verhältnisse im Iran zahlreiche Informationen liefern, erfährt der deutsche Mediennutzer so gut wie nichts über die Proteste gegen die gefälschten Wahlen im Iran. Besonders die zwangsfinanzierten deutschen Fernsehanstalten ZDF und ARD scheinen nicht in der Lage zu sein, Informationen aus dem Internet zu verarbeiten und journalistisch aufzuarbeiten. Offensichtlich fehlen hier den Journalisten englische und persische Sprachkenntnisse sowie Hintergrundwissen über den Iran.

Auffällig ist die große Distanz deutscher Medien zum Internet und den Informationsanbietern, die derzeit für das iranische Volk die einzigen Mittel sind, ihren Willen zu bekunden und die Welt über die tatsächliche Lage in ihrem Land zu unterrichten. Weder das ZDF noch die ARD haben gestern über die anhaltenden Proteste, die durch paramilitärische Verbände gewaltsam unterdrückt wurden, berichtet. Auch die Berichterstattung an den Vortagen war verhalten und von einem offensichtlichen Mißtrauen gegenüber den Neuen Medien geprägt.

Unabhängig davon wie, sich die Lage im Iran entwickelt, muß eine Diskussion in Deutschland darüber einsetzten, wie die Mitarbeiter in den Sendeanstalten ARD und ZDF zukünftig besser im Umgang mit dem Internet geschult werden können. Offensichtlich müssen die Mitarbeiter der zwangsfinanzierten Sendeanstalten Berührungsängste abbauen und das Internet als Partner erkennen lernen.

Ein Online-Interview von CNN mit einer Studentin aus Teheran über die Lage in ihrem Land, belegt die Härte, mit dem das gegenwärtige Regime versucht, sich an der Macht zu halten. Wann liefern uns deutsche Medien ähnliche Informationen?

Link: http://www.youtube.com/watch?v=_L0dqEkICSQ&feature=channel