RollstuhlfahrerinImmer öfter suchen Menschen mit einer Behinderung Wege, ihre Träume und Erwartungen an das Leben zu erfüllen. Fernab gutgemeinter Ratschläge von ihren Angehörigen und Therapeuten beginnen sie, sich schulisch oder beruflich weiterzuqualifizieren, entdecken für sich neue Betätigungsgebiete und suchen erfüllte Partnerschaften. Dies geschieht oft erst Jahre nachdem sie ihre Pubertät überwunden haben oder der Eintritt eines Handicaps schon weit zurückliegt.
Zwei Beispiele mögen genügen, um das oben geschriebene besser zu belegen: Da ist eine begeisterte Sportschwimmerin, die als Kind an Polio erkrankte und nun mit 20 Jahren viele international Schwimmwettbewerbe gewonnen hat. Oder die Studentin im Rollstuhl, die ihre Eltern und Freunde verließ, um in einem fernen Land ihr Studium aufzunehmen. In ihrem eigenen Land gab es für sie keine Möglichkeiten dazu. Technische Schwierigkeiten und die negative Einstellung vieler Menschen mit einer Behinderung in ihrem Land, ließ sie die Mühen und Trauer über den Verlust ihrer gewohnten Umgebung vergessen.
Offensichtlich wird und wurde eine stark ausgeprägte Skoliose als Stigma empfunden. Die Versuche ihrer Behandlung reichen 2000 Jahre zurück. Die physikalischen Apparate zur Streckung und "Rückbiegung" der Skoliose in der Geschichte sehen wie mittelalterliche Folterwerkzeuge aus. Ziel der Korsettbehandlung ist es heute, eine weitere Verbiegung der Wirbelsäule zu verhindern und dadurch negative Spät-und Nebenwirkungen zu vermeiden. Selten kann eine eingetretene Skoliose auf 5 Grad "zurückgebogen" werden. Eine Korsettbehandlung kann nur während der Wachstumsphase erfolgreich sein.
Anpassung einer Oberarmprothesen![]()
Ob nach einer Armamputation eine Armprothese getragen wird, ist abhängig vom Gewicht, dem Erscheinungsbild der prothetischen Versorgung und ihrer Funktionstüchtigkeit. Die Länge und der Zustand des Armstumpfes bestimmt ihre Funktionsfähigkeit. Je kürzer der verbliebene Teil des Arms ist, desto weniger kann die Prothese aktiv eingesetzt werden.
Eine Studentin mit Spina bifida nutzt ihre Orthesen, um kurze Strecken oder Treppen zu überwinden. Die Bilder zeigen sie kurz vor und nach dem Verlassen Ihres Rollstuhls an Krücken.
Langstock Der Langstock, einfacher bezeichnet: Blindenstock, ersetzt für Blinde als Orientierungsmittel das Sehen im Nahbereich. Zusätzlich ist er ein Erkennungsmerkmal, an dem sie von Sehenden erkannt werden können. Mit Hilfe des Langstockes können Hindernisse oder Unebenheiten am Boden erkannt werden (mit Hilfe diverser Nutzungstechniken, zum Beispiel der „Pendeltechnik“, wird der Gehweg abgetastet) oder Hindernisse in größeren Höhen vor Kontakt bemerkt werden (indem der Stock in schräger Haltung vor sich her getragen wird).