Von René Kälin
Cerebralparetische Menschen sollten so gut als möglich in die Gesellschaft integriert werden, was selbstverständlich für jeden Behinderten gilt. Es kostet viel Mühe und Zeit, sowohl für den Betroffenen als auch für das Umfeld des Betroffenen die beste Wohn- und Ausbildungsstätte zu finden. Ich denke jedoch, dass es sich lohnt, diese Zeit zu investieren, um jedem Zufriedenheit zu schaffen.
Von René Kälin
Das Ehepaar Betra und Karel Bobath hat die Therapie von cerebralparetischen Kindern revolutioniert. Die Krankengymnastin Berta Bobath hat die praktischen Zusammenhänge empirisch entdeckt, der Arzt Dr. Karel Bobath hat sie später neurophysiologisch begründet.
Berta und Karel Bobath wurden 1907 bzw. 1906 in Berlin geboren, waren dann aber auf Grund ihrer jüdischen Abstammung in der nationalsozialistischen Zeit gezwungen, zu emigrieren. Per Zufall trafen sich Berta und Karel, die sich schon seit ihrer Kindheit kannten, in London wieder und heirateten. Die beiden entschieden sich 1991 für den Freitod.
Von René Kälin
Von René Kälin
Das Hirn hat zahlreiche Funktionen; es hat nicht nur die Aufgabe, unseren Körper zu bewegen, sondern es muss auch noch Informationen von den Augen, von den Ohren und anderen Organen verarbeiten und entsprechende Entscheide fällen. Daher gibt es auch Dutzende von Begleitsymptomen der Cerebralparese. Ich habe hier nur die allerwichtigsten und bekanntesten zusammengestellt, die auch die Schweizerische Vereinigung zugunsten cerebral Gelähmter (SVCG) für erwähnenswert hält.
Von René Kälin
Neben den sichtbaren Auswirkungen einer Cerebralparese im Rumpf kann man die Anomalien vor allem in den Extremitäten erkennen. Daher erachte ich es als sinnvoll, die verschiedenen Kombinationen der betroffenen Extremitäten zu erwähnen, bevor ich die einzelnen Symptome genauer beschreibe. Bei der Cerebralparese gibt es drei wesentliche Kombinationen von betroffenen Extremitäten:
a) Die Tetra- oder Quadriplegie: Alle vier Extremitäten sind betroffen.
b) Die Diplegie: Entweder die oberen oder die unteren Extremitäten sind betroffen. Manche Fachleute nennen die Diplegie auch